„Aber gern! Natürlich!“
Die Damen begaben sich ins Speisezimmer und durften einige Zeit warten, bis serviert wurde.
Die Angestellten hatten nicht eine Kleinigkeit, sondern das komplette Menü verspeist, und zwar reichlich. Daher die Köchin nun rasch Schnitzel als Ersatz zubereiten mußte.
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Jeder Sonntag bringt dem Pfarrer, der keinen Kaplan hat, in den Dörfern Arbeit in reichlichem Maße. Besonders mit Arbeit gesegnet war Pater Wilfrid, der Pfarrer von Hall. Früh des Morgens begann die Arbeit im Beichtstuhl, der sich um acht Uhr das Hochamt mit Predigt anschloß. Unverdrossen, ja freudig tat der liebenswürdige Pfarrer und Vater seiner Gemeinde seinen Dienst, angenehm davon berührt, wenn das Gotteshaus dicht von Andächtigen gefüllt war. Insbesondere freute ihn die Anwesenheit der Fürstin mit Hofdame im kleinen Oratorium. Während der Predigt gewahrte er zu seiner Befriedigung auch die Forstbeamten und etliche Jäger in den Reihen der Dörfler.
Nach dem Gottesdienste drängten zahlreiche Bauern zum Pfarrhause, wo sie sich aufstellten wie die Orgelpfeifen.
Grüßend kam Pater Wilfrid vom Kirchlein herab, freundlich bat er die Leute, ihm ein Viertelstündchen zum Frühstück zu gönnen, dann stehe er zur Verfügung. Und lächelnd meinte er: „Aber einer nach dem andern! Nicht alle zugleich einidrucken! Das vertragen die Mauern vom Häuserl nicht!“
„Wohl, wohl!“ riefen die Bauern und lachten.
Die weißhaarige Dienerin im Pfarrhause trug den Kaffee mit Semmel auf, und bemutternd mahnte sie den Pfarrer, er solle sich nur Zeit lassen zum Frühstücken; die Bauern könnten schon warten, die kommen allweil noch früh genug ins Wirtshaus.
Im Flur gellte die Hausglocke scharf und ungestüm.