„Jesses na, so eine Pressiererei! Der Hansdampf läutet mir gut! Lassen S’ Ihnen nur Zeit, Hochwürden Herr Pfarrer! Ich mach nicht früher auf, als bis Sie gefrühstückt haben!“
Pater Wilfrid trat ans Fenster und guckte, wer denn Einlaß forderte. Erschrocken fuhr er zurück und hastig rief er: „Erna, g’schwind aufmachen! Die Fürstin will mich besuchen!“
„Wär nicht zwider! Jesses na, so was! Wo ich gar nicht darnach an’zogen bin und keinen Hut nicht aufhab!“
Der Kammerdiener Norbert riß abermals am Glockenstrange.
Die Dienerin sprang zur Haustüre und öffnete unter unzähligen Verbeugungen. „Na, so eine Ehr! Frau Duhrlauch kommen selber, um mich zu besuchen!“
Fräulein von Gussitsch sprach: „Durchlaucht geruhen den Herrn Pfarrer zu besuchen! Bitte, melden Sie sofort!“
Gedehnten Tones, ob der leisen Zurechtweisung gekränkt, erwiderte die Dienerin: „Selles Melden ist neammer nötig, wo der Pfarrer Ihnen eh schon vom Fenster aus gesehen hat! Da springt er ja schon, der Herr Hochwürden! Haben S’ die Ehr, und gehen S’ halt auffi!“
Pater Wilfrid bat die Damen, sich gütigst in das obere Stockwerk bemühen zu wollen. Höflichst geleitete er die Fürstin hinauf.
Die Dienerin wollte die Haustüre abschließen und sah den Kammerdiener Norbert wartend stehen. Ihn sprach sie schnippisch an: „San Sö vielleicht der Brettelhupfer von der Fürstin? Dann können S’ herinnen bleiben!“