„Wieso?“

„Wenn gnädig Duhrlauch Kahlwild und Geltstück nicht abschießen wollen, muß es auch nicht sein!“

„Also besteht kein gebieterischer Zwang?“

„Zu befehlen hat doch nur gnädig Duhrlauch! Das Verhältnis jagdbarer Hirsche zum Kahlwild soll sein wie 1 zu 5! Das langt, weil ja unsere Geweihten an Geweih und Leib eh stetig zurückgehen!“

„Weshalb denn?“

„In den Hochrevieren haben die Hirsche nicht die beste Äsung und für Blutauffrischung ist nichts geschehen! Im letzten Winter ist die Fütterung nicht überreichlich gewesen, weil ja die Pachtzeit ablief und ein Käufer nicht vorhanden gewesen ist! Wenn gnädig Duhrlauch jedem Hirsch mehr als fünf Stück gönnen wollen, hat es nicht viel auf sich! Ganz wie Sie wollen!“

„Der Gedanke, Kahlwild abschießen zu lassen, ist mir unangenehm!“

„Muß ja nicht sein! Schießen dafür gnädig Duhrlauch die jungen Spritzer und Schneiderhirscheln weg!“

„Sie meinen wohl auch, Eichkitz, daß man den Wald möglichst unberührt lassen soll, was?“

„Mit Vergunst! Ich bin nur Jaager, vom Forstwesen versteh ich nichts! Unsereiner heult um jeden Baum, der g’schlägert wird! Wie und wo soll denn unser Hirschwild gedeihen, wenn der Wald immer weniger wird?“