Dies bemerkend, meinte Fürstin Sophie gutgelaunt: „Wohl Liebesbriefe, Eichkitz, was?“

„Nicht ganz erraten, Duhrlauch! Nur unbezahlte Rechnungen! Hat also nichts zu bedeuten, wenn die Briefeln etwa gelesen werden!“

„Sie schreiben wohl keine Liebesbriefe, was?“

„Nein, Duhrlauch! Ich mach so was immer mündlich ab! Ist sicherer!“

Ein großes Stück Roastbeef belohnte Eichkitz für seine Bemühung.

Hartlieb, Nonnosus und Gnugesser wurden eingeladen, am Tische der Damen zu speisen. Da es an Stühlen mangelte, wurde die Bank aus der Jägerstube herausgebracht.

Nonnosus sollte Bericht erstatten. Demütig bat er um Dispens. Für ihn ergriff Hartlieb das Wort und lobte die Selbstbezwingung des Theologen mit Wärme.

Die Fürstin dankte für diese Enthaltsamkeit und versprach dafür zu sorgen, daß Nonnosus morgen sicher zu Schuß kommen werde.

In einen Wettermantel gehüllt, von Hartlieb begleitet, unternahm Fürstin Sophie noch eine kleine Promenade. Es wurde ein Gamstrieb für den Vormittag angeordnet. Hartlieb machte zwar aufmerksam, daß in den Pyrgas-Revieren nie „getrieben“ worden sei, selten „gedrückt“; aber die Gebieterin bestand auf ihrem Willen. Sie schränkte den Befehl aber dann doch ein, indem sie dem Wunsche Ausdruck gab, es möge für Nonnosus „geriegelt“ werden. Eichkitz und der Forstwart sollen in die „Sauwiel“ steigen und von oben die Gams herabdrücken zu den von der Fürstin und von Nonnosus bezogenen Ständen. Je ein Gams genüge für die Schützen.

„Zu Befehl, Durchlaucht! Ich werde am frühesten Morgen die Stände herrichten! Gute Nacht, Durchlaucht, angenehme Ruhe!“