Schlicht erwiderte Wilfrid: „Nein, Durchlaucht!“

„Was wird denn nun die Folge Ihrer Kontrastellung sein?“

Die Schultern hochziehend, meinte Pater Wilfrid: „Abwarten und Tee trinken! Wenn die Männer mit dem Geld nicht herausrücken, wird die Frauenrevolution im Sande verlaufen müssen! Je eher, desto besser! Auch im Interesse Euer Durchlaucht!“

Überrascht fragte die Fürstin: „Wieso? Meine Privatinteressen haben doch mit der Haller Frauenbewegung nichts zu tun!“

„Doch! Nämlich im Falle, daß ein Gesetz à la Schweiz den Ehefrauen das Gehaltsdrittel des Brotverdieners bewilligen würde!“

„Ich verstehe Sie wirklich nicht!“

„Müßten die im Dienste Euer Durchlaucht stehenden verheirateten Beamten und Diener das Gehaltsdrittel den tugendsamen Ehefrauen zahlen, so würden die Beamten und Diener genötigt sein, die gnädigste Gebieterin um – Gehalts- und Lohnaufbesserung zu bitten!“

„Ach so! Danke für diese wichtige Aufklärung! Sehen Sie zu, Herr Pfarrer, daß die Frauenbewegung bald ein wohltätig Ende findet!“

Nach der Abfahrt der Frau rieb sich Peter Wilfrid die Hände, denn das schnell erfolgte „Umsatteln“ der Fürstin bereitete ihm Spaß. Und dann beschloß er, das energische Abrücken der Fürstin zu verwerten im Kampfe gegen die Haller Weiberrevolution.