Dagegen besitzt das begriffliche Denken die Vorzüge, leichter mit großen Vorstellungsmassen operieren und sich Anderen mitteilen zu können.

Daher wird das erstere von denen geübt, die mit den Dingen zu tun haben, das letztere von denen, die mit Menschen und Spekulationen sich beschäftigen.

In Vorstellungen denkt der Naturforscher, der Arzt, der Erfinder, Techniker, Landwirt, Offizier, überhaupt der Mann der praktischen Berufe. Aber auch der Schachspieler, der seine künstliche Wirklichkeit vor sich hat.

In Begriffen denkt der spekulative Philosoph, der Theologe, Jurist.

In beiden der Staatsmann, der Kaufmann, da sie sowohl mit Dingen wie mit Menschen zu rechnen haben.

Den Mathematiker müssen wir spalten in einen Geometriker, der in Vorstellungen, und einen Arithmetiker, der in Begriffen denkt. (Poincaré unterscheidet den intuitiven von dem logischen Mathematiker, was auf dasselbe hinauskommt.)

Also:

hier Sachdenken, dort Sprachdenken,

hier Naturwissenschaft, dort Geisteswissenschaft oder besser Begriffswissenschaft,

hier individuelles Wirklichkeitsdenken, dort soziales Denken.