„Ich glaube, Sie wegen dieser Dame beruhigen zu können. Mein Freund, der russische Oberst Fürst Tschadschawadse, ist eben jetzt nach Anar Kali hinübergeritten, um auf meine Bitte für sie zu sorgen.“

Er hatte noch nicht ausgesprochen, als die schlanke Gestalt des Fürsten im Eingang des Zeltes erschien. Seine niedergeschlagene Miene weissagte nichts gutes. Er trat auf Heideck zu und schüttelte ihm die Hand.

„Ich kann Ihnen leider nichts Erfreuliches melden, lieber Kamerad! Ich habe Ihre Schutzbefohlene nicht mehr vorgefunden.“

„Wie? Sie war fort? Und konnten Sie nicht erfahren, wohin sie sich begeben hat?“

„Alles, was ich zu ermitteln vermochte, war, daß sie in Begleitung mehrerer Inder in einem eleganten Wagen davongefahren sei. Eine englische Dame, die den Vorgang beobachtete, hat es mir erzählt.“

Eine furchtbare Ahnung schnürte Heidecks Herz zusammen.

„In Begleitung von Indern? Und ohne daß man weiß, wohin sie geführt wurde? Hat sie denn keine Nachricht für mich oder sonst jemand hinterlassen?“

„Die Dame hatte keine Gelegenheit mehr gehabt, mit ihr zu sprechen. Sie hat die Abfahrt nur aus der Ferne gesehen.“

„Aber sie muß doch wahrgenommen haben, ob Mrs. Irwin das Grabmal freiwillig oder gezwungen verließ?“