„Ist Ihre Familie auch in Simla?“ fragte Heideck.

„Meine Frau und meine Tochter sind hier.“

„Mein Herr, es ist eine englische Dame bei unserer Kolonne, die Witwe eines Offiziers, der bei Lahore den Tod gefunden hat. Wären Sie geneigt, die Dame in Ihrer Familie aufzunehmen?“

„Eine englische Dame?“

„Sie ist das Opfer einer ganzen Kette abenteuerlicher Ereignisse, über die am besten sie selbst Ihnen berichten könnte. Sie heißt Mrs. Irwin. Wären Sie geneigt, der Dame Ihren Schutz angedeihen zu lassen, so würde ich ihr damit gewiß eine willkommene Freudenbotschaft überbringen.“

„Meinen Schutz?“ fragte der alte Herr verwundert. „Meine Familie und ich bedürfen selbst des Schutzes, und wie können wir unter den gegenwärtigen Verhältnissen eine solche Verantwortung übernehmen?“

„Sie und Ihre Familie haben von uns nichts zu fürchten, mein Herr. Wir gedenken im Gegenteil für Ruhe und Ordnung zu sorgen.“

„Nun, mein Herr, Ihr Benehmen verrät den Gentleman, und wenn die Dame zu uns kommen will, so steht dem von unserer Seite nichts entgegen. Kann ich mit ihr sprechen, damit wir uns verständigen?“

„Ich werde mich beeilen, sie zu holen.“

Er zögerte in der Tat keinen Augenblick. Und wie er es erwartet hatte, wußte ihm Edith lebhaften Dank für seinen freundschaftlichen Vorschlag.