„Ob wir uns nun verstehen oder nicht — in einem wenigstens sollst du dich keiner Täuschung hingeben: Wohin du auch immer gehen magst — in ein Paradies des Friedens oder die Hölle des Krieges — ich werde dich nicht verlassen.“

Sie warf sich mit leidenschaftlichem Ungestüm an seine Brust und preßte ihre heißen Lippen auf seinen Mund. Dann aber, als fürchte sie sich vor ihres eigenen Herzens Gluten, drängte sie ihn mit sanfter Gewalt zur Tür.


[XXIII.]

Auf die Siegesbotschaft folgte, wie Heideck vorausgesehen hatte, eine für die Engländer niederschmetternde Nachricht. Am folgenden Tage, sehr spät, nachdem Bombay den Morgen und Mittag hindurch vergebens auf eine Bestätigung der Depesche von gestern und auf nähere Einzelheiten gewartet hatte, und die Stimmung bereits eine recht gedrückte geworden war, veröffentlichte der Gouverneur folgende Depesche des Höchstkommandierenden:

‚Als am gestrigen Tage größere Truppenmassen des Feindes nördlich von Delhi gemeldet wurden, nahm die Armee eine für die Defensive günstige Stellung ein, und es kam zu einem für die britischen Waffen ehrenvollen Kampfe. Die Russen erlitten ungeheure Verluste. Bei Einbruch der Dunkelheit, die eine weitere Verfolgung der errungenen Vorteile nicht gestattete, beorderte ich das Gros der Armee zu einem strategisch wertvollen Marsche auf Lucknow, der sich größtenteils auf der Eisenbahn vollzog. Die Brigade Simpson ist zur Verteidigung Delhis zurückgeblieben. Die schweren Geschütze der Sha-Bastion und der Bastion von Kalkutta-Gate und North-Gate sind in erfolgreiche Tätigkeit getreten. Alle Truppenteile haben sich ausgezeichnet benommen und verdienen das höchste Lob. Die Brücke über den Jumna ist intakt und vermittelt den direkten Verkehr mit General Simpson.‘

Mr. Kennedy saß nachdenklich über dieser Depesche, als Heideck zu ihm trat.