„Ich kann nicht von dir gehen! Es wird dir keinen Segen bringen, wenn du mich vernichtest!“
„Sei stark, Edith. Ich bewunderte immer deinen großen, festen Willen. Hast du denn mit einem Mal alle Besinnung, alle Vernunft verloren?“
„Alles habe ich verloren!“ schrie sie jammernd, „alles, bis auf dich! Und nun will ich nicht auch dich noch hergeben!“
„Mrs. Irwin!“ rief in diesem Augenblick eine entsetzte Stimme, „wie ist es möglich?“
Edith fuhr empor.
Mrs. Kennedy und ihre Tochter waren unbemerkt eingetreten. Sie hatten mit grenzenlosem Erstaunen die seltsame Situation wahrgenommen und Ediths letzte Worte gehört.
„Mein Gott — mein Gott — wie ist es nur möglich!“ wiederholte die würdige Dame mit bebender Stimme, und dann, gegen ihre Tochter gewendet, fügte sie hinzu: „Geh, mein Kind! —“
Edith Irwin hatte ihre Fassung sehr schnell wiedergewonnen. Aufrecht und mit stolz erhobenem Haupte stand sie der entrüsteten Dame gegenüber.
„Ich bitte Sie, nicht zu vergessen, Mrs. Kennedy, daß man niemals ein Urteil abgeben soll, ohne den Zusammenhang der Dinge zu kennen.“