„Was geht es uns an,“ sagte der eine, „wie der Kapitän sein Geld aufbewahrt!“

„Da habt ihr recht, was geht es euch an? Warten wir, bis der Patron kommt! Da, legt das Brot und das Geld wieder in den Schrank, und dann macht einen hübschen Topf voll Grog für meine Leute. Die armen Kerle werden frieren, hier habt ihr noch drei Mark.“

Die Leute gehorchten, und einer von ihnen ging mit dem dampfenden Topfe die Treppe hinauf, brachte auch nach einiger Zeit den leeren Topf zurück und bestellte, daß des Herrn Majors Mannschaften sich bedankten.

Wenige Minuten später zeigte sich einer der Soldaten in der Kajütentür und meldete, daß zwei Männer vom Land herkämen. „Es ist gut,“ sagte Heideck, „haltet euch ruhig, bis sie an Deck sind und dann laßt sie nicht wieder hinunter, sondern sagt ihnen, sie sollten hierher kommen.“

Gleich darauf waren Schritte und Stimmen von oben zu vernehmen, und nach wenig Minuten traten zwei Männer in die Kajüte. Der erste, der die Kleidung eines Schiffers trug, war von ungewöhnlich kräftigem Körperbau, breitschultrig, mit einem Stiernacken und einem wetterharten, viereckigen Gesicht, aus dem kleine verschmitzte Augen hervorblitzten. Der andere, erheblich jüngere, war ziemlich stutzerhaft gekleidet und trug den Bart nach modernstem Schnitt.

„Mynheer Brandelaar?“ fragte Heideck.

„Jawohl, der bin ich,“ erwiderte der Breitschultrige in brüskem, fast drohendem Tone.

„Sehr erfreut, Sie zu sehen, Mynheer. Ich habe mit Ihnen geschäftlich zu reden, und ich erwarte Sie schon seit mehr als einer Stunde. Darf ich Sie bitten, mich auch mit diesem Herrn bekannt zu machen?“

Der Holländer zauderte mit der Antwort. Es war klar, daß er in der übelsten Laune war und nicht recht wußte, wie er sich benehmen sollte. Der ruhige, etwas spöttische Ton des Offiziers brachte ihn offenbar aus der Fassung.