Diese Antwort ging offenbar über das Verständnis des Schiffers hinaus. In wortloser Verwunderung starrte er Heideck an.

Dieser aber fuhr ruhig fort:

„Der Admiral will die Stärke der deutschen Armee bei Antwerpen wissen, und ich will Ihnen sagen, wie es damit steht. Wir haben hundertzwanzigtausend Mann in Holland und dem kleinen Stück von Belgien, das wir rund um Antwerpen besetzt halten. In der Festung selbst liegen dreißigtausend Mann; auf der Insel Walcheren sind nur fünftausend Mann, die Vlissingen und andere wichtige Punkte besetzt halten. Das sind ganz zuverlässige Daten.“

Der Kapitän schüttelte den Kopf.

„Wenn nicht der Respekt verböte, es zu vermuten, so würde ich annehmen, daß der Herr Major mich zum besten halte.“

„Nein, mein Freund, dazu habe ich gar keinen Anlaß; Sie können für alles einstehen, was ich Ihnen aufschreiben werde, und Ihre Belohnung wird rechtschaffen verdient sein. Etwas anderes wäre es mit den Nachrichten, die Sie etwa auf eigene Hand dem Admiral nebenher überbringen.“

Brandelaar nickte.

„Ich verstehe, Herr Major, und ich werde mich danach richten. Aber neue Matrosen muß ich doch wohl anmustern. Es ist nicht gut, daß diese hier so viel wissen. Sie könnten mir doch Unannehmlichkeiten bereiten.“

„Nein, nein, das wäre ganz verkehrt. Behalten Sie ruhig Ihre Leute. Wenn ich nach Terneuzen komme, werde ich Sie und die Bemannung des Fahrzeugs in Haft nehmen lassen. Sie werden von mir verhört und nach einigen Tagen wieder in Freiheit gesetzt werden.“