Heideck beurlaubte sich von dem Kommandanten und zog sich in seine Kabine zurück, um einen Bericht aufzusetzen und dann die wohlverdiente Ruhe zu suchen.

Als er sich am nächsten Morgen Herrn Camille Pénurot kommen ließ, fand er ihn auffallend verändert. Der stutzerhafte Herr zeigte nicht mehr die niedergeschlagene Miene von gestern, seine dunklen Augen leuchteten wie in heller Zuversicht. Jetzt am Tage sah Heideck, daß sein Gefangener ein recht hübscher Mann von etwa 30 Jahren war, der mehr einem Spanier, als einem Niederländer glich.

Mit höflicher Verbeugung begrüßte er Heideck, und dann, — mit einer gewissen Vertraulichkeit, — fragte er:

„Verzeihen Sie, Herr Major, — wenn ich mich um das deutsche Reich verdient mache, werde ich dann auf eine entsprechende Belohnung rechnen dürfen?“

„Ich sagte Ihnen schon, Herr Pénurot, daß wir bereit sind, mehr zu zahlen, als die Engländer.“

„O, es war nicht das, was ich meinte. Sie dürfen mich nicht mit Maaning Brandelaar und derartigen Leuten auf dieselbe Stufe stellen.“

Heideck lächelte.

„Wollen Sie mir denn gefälligst sagen, Herr Pénurot, auf welchen Platz ich Sie stellen soll?“

„Ich bin willens, von nun an der Sache der Alliierten alle meine Kräfte zu widmen.“