„Angenommen! Aber welcher Art sind denn die Wünsche, die Sie hinsichtlich einer Belohnung hegen?“

„Ich möchte Sie um Ihre Verwendung bitten, Herr Major, daß ich einen Orden erhalte.“

Heideck konnte sein Erstaunen über diese sonderbare Bitte nicht verbergen.

„Solche Auszeichnungen werden bei uns in der Regel nur für Handlungen der Tapferkeit oder für Verdienste gegeben, die durch klingenden Lohn nicht entsprechend vergolten werden könnten.“

„Auch zu dem, was ich tun will, bedarf es der Tapferkeit.“

„Sie sollen mir doch nur helfen, die Spione in Antwerpen aufzuspüren.“

„Aber es sind gefährliche Leute, deren Feindschaft ich mir zuziehe — Leute, deren Werkzeuge zu allem fähig sein würden.“

„Seien Sie versichert, Herr Pénurot, daß Ihre Belohnung den geleisteten Diensten entsprechen wird. Sie wissen doch wohl, daß ich selbst keine Orden zu verleihen habe, und überdies verstehe ich nicht recht, was Ihnen gerade an einer Dekoration gelegen sein kann.“

„Sie schätzen meine Gesinnung zu niedrig, Herr Major! Aber damit Sie mich verstehen, will ich Ihnen ein Geheimnis anvertrauen. Ich liebe eine Dame aus sehr guter Familie, und ihre Angehörigen würden sich entgegenkommender gegen mich zeigen, wenn ich einen Orden hätte.“

„Sie sind also mit Ihren Herzenswünschen vermutlich sehr hoch hinaufgestiegen?“