„Wie man es nehmen will. Ich befinde mich hinsichtlich meiner Herkunft in jener peinlichen Lage, die das Erbteil aller aus einem freien Liebesbunde hervorgegangenen Kinder ist. Meine Mutter war eine spanische Tänzerin, mein Vater aber ist der reiche Herr Amelungen. Er liebt mich und sorgt für mich. Auch das Geschäft in Breskens hat er für mich gekauft. Aber seine Frau, eine Engländerin, ist mir wenig freundlich gesinnt.“
„Ich verstehe Sie jetzt noch weniger wie zuvor! Denn wenn Sie über so reiche Hilfsquellen verfügen, weshalb, in aller Welt, lassen Sie sich dann auf derartige gefährliche Unternehmungen ein?“
„Herr Amelungen wünschte es, Herr Major.“
„In Herrn Amelungen also hätten wir den eigentlichen Schuldigen zu erblicken?“
„Um Gottes willen, Herr Major, Sie werden mein Vertrauen doch nicht mißbrauchen? Ich wäre trostlos, wenn ich durch meine Aeußerungen das Unglück des Herrn Amelungen verursachte.“
„Machen Sie sich keine unnötigen Sorgen. Herrn Amelungen wird ebensowenig etwas geschehen, wie Ihnen, wenn Sie ihn bestimmen können, die Partei zu wechseln und fortan zu uns statt zu den Engländern zu halten.“
Pénurot senkte den Kopf und schwieg.
„Wie ist es denn mit dem Herrn van Spranekhuizen in Rotterdam?“ fuhr Heideck fort. „Auch er ist natürlich mit im Bunde?“
„Er ist der Schwager meines Vaters. Seine Frau ist eine geborene Amelungen.“
„Und was hat eigentlich diese beiden Herren, die doch, wie ich höre, reiche Kaufleute sind, dazu bewogen, für England Spionage zu treiben?“