„Besitzen Sie irgend welche Ausweise darüber — vielleicht eine Quittung von der Hand der Gräfin?“

Amelungen zauderte.

„Ich empfehle Ihnen dringend, mir nichts vorzuenthalten. Für Sie wie für Ihre in diese Angelegenheit verwickelten Angehörigen steht so viel auf dem Spiel, daß Ihnen alles daran gelegen sein muß, sich durch freimütiges Bekennen eine milde Behandlung zu erwirken.“

„Nun denn — ich besitze solche Quittungen.“

„Wollen Sie sie mir aushändigen?“

Amelungen zog eine Schublade aus seinem Schreibtisch und ließ durch Federdruck ein dahinter verborgenes Geheimfach aufspringen.

„Da sind sie!“ sagte er, indem er Heideck ein Päckchen von Briefblättern überreichte. Das scharfe Auge des Majors aber hatte mit raschem Blick erspäht, daß sich noch andere Papiere in dem Fache befanden, und mit höflicher Bestimmtheit bestand er auch auf deren Auslieferung.

„Es sind belanglose Privatbriefe,“ wollte Amelungen einwenden, „Korrespondenzen meiner Frau, die sie zufällig hier in meinem Kontor zurückgelassen und von deren Inhalt ich selbst keine Kenntnis habe.“

„Seien Sie versichert, daß wir mit harmlosen Privatkorrespondenzen keinen Mißbrauch treiben. Aber ich muß unbedingt das Recht in Anspruch nehmen, mich zuvor durch eigene Prüfung von der Richtigkeit Ihrer Aussagen zu überzeugen.“