Der Zweck dieses auf die Irreführung des Feindes berechneten Manövers wurde denn auch vollkommen erreicht.
Ein Funkentelegramm meldete dem Prinz-Admiral das Insichtkommen der Engländer, und ein von dem Aufklärungsgeschwader abgeschwenktes Torpedoboot brachte genauere Mitteilungen über Zahl und Formation der feindlichen Schiffe, Mitteilungen, die den in der Ordre de bataille gegebenen Anweisungen durchaus entsprachen und demnach als ein neuer Beweis gelten konnten, daß es bei diesem Schlachtplan bleiben sollte.
Nun war eine sichere Grundlage für die taktischen Operationen der deutschen Flotte gegeben. Es konnte bei dem, was tags zuvor im Kriegsrate beschlossen worden war, sein Bewenden behalten und den Kommandanten der einzelnen Schiffe brauchten daher neue Instruktionen nicht gegeben zu werden.
Die in diesem Kriegsrat festgesetzte Ordre de bataille lautete in ihren Hauptzügen:
‚Das Geschwader liegt bei Zuid-Beveland vor Anker, kurzstag gehievt, Feuer aufgebänkt, so daß in fünfzehn Minuten Dampf auf sein kann.
Die Linienschiffe ankern in Doppelkiellinie ihren taktischen Nummern nach, Flaggschiff in der Peilung Insel Nordland N.N.O. Beeren Kirche S.S.W. mißweisend.
Die Kreuzer zwischen Nord-Beveland und Zuid-Beveland.
Die Torpedoboote mit ihren Divisionsbooten dahinter.
Auf Signal ‚Anker lichten‘ gehen die Schiffe ihren taktischen Nummern nach Anker auf; die Schlachtschiffe durch das Roompot; die Kreuzer gehen wieder durch den Kanal in die Wester-Schelde und legen sich in Höhe von Vlissingen in Dwarslinie.