Die beiden andern Torpedobootsdivisionen gehen mit dem Geschwader.‘

Genau nach diesen Dispositionen entwickelte sich nun der Gang der Ereignisse.

Auf die Meldung von der Annäherung feindlicher Schiffe kamen vom Flaggschiff des Prinz-Admirals die Signale:

‚Anker lichten! Toppsflaggen hissen! Klar Schiff zum Gefecht! Dem Kielwasser des Admirals folgen! Kreuzerdivision und Torpedoboote Befehle ausführen!‘

Sich dicht unter der Küste von Walcheren haltend, fuhr das deutsche Geschwader mit Volldampf dem Feind entgegen.

Inzwischen hatten die herangekommenen Engländer, nachdem sie ihre Lazarett-, Munitions- und Kohlenschiffe unter dem Schutz der Kreuzer in See gelassen und die befohlene Formation eingenommen hatten, auf sechstausend Meter das Feuer auf Vlissingen und das Fort Frederik Hendrik eröffnet.

So strikte hielt sich der englische kommandierende Admiral an die ihm erteilten Anweisungen, daß er es in schwer begreiflicher Sorglosigkeit unterließ, die Ooster-Schelde durch das zweite Geschwader oder wenigstens durch Aufklärungsschiffe untersuchen zu lassen. Das Einlaufen der aus See zurückgesandten deutschen Schiffe, deren gewaltiger Qualm eine Schätzung ihrer Stärke fast unmöglich gemacht hatte, in die Wester-Schelde war Sir Domvile offenbar als eine hinlängliche Bestätigung für die Annahme erschienen, daß die gesamte deutsche Flotte in diesem Mündungsarm liege.

Dadurch wurde es dem Geschwader des Prinz-Admirals möglich, sich dem Feinde soweit unbemerkt zu nähern, daß es die britische Flotte in der Flanke fassen konnte, als diese die westliche Spitze von Walcheren erreicht hatte.

Auf Signal: ‚Dwarslinie formieren! — Alle Kraft! — Ran an den Feind!‘ dampften die deutschen Schiffe den überraschten Engländern entgegen und eröffneten aus ihren Buggeschützen das Feuer.

Natürlich ließ der englische Admiral sofort das erste Geschwader sich hinter das zweite setzen, machte mit beiden linksum und ging in Doppelkiellinie auf den Gegner zu.