„Wenn ich Ihnen Befehl erteilte, den Herrn zu verhaften und zum Camp zu führen, — würden Sie Bedenken tragen, zu gehorchen?“

Der Wachtmeister sah den Fragenden an, als ob der Zweifel an seinem bedingungslosen, militärischen Gehorsam ihn in Erstaunen setzte. Dann machte er eine Kopfbewegung gegen die beiden Soldaten hin und trat, als wollte er den Auftrag sofort zur Ausführung bringen, um einen weiteren Schritt auf den Fürsten zu.

„Halt, Wachtmeister!“ rief der Oberst. „Ich hoffe, Seine Hoheit wird es nicht zum äußersten kommen lassen. Sie sind doch bereit, Maharadjah, mir jetzt Rede zu stehen?“

Schweigend deutete der Inder auf den vergoldeten Sessel an der anderen Seite des Tisches. Auf einen Wink des Obersten traten der Wachtmeister und die beiden Soldaten wieder ab.

„Ich habe eine sehr ernste Frage an Sie zu richten, Maharadjah!“

„Sprechen Sie!“

„In der letzten Nacht, während der Kapitän Irwin abwesend war, sind einige verbrecherische Leute in sein Haus eingedrungen in der Absicht, sich tätlich an der Gemahlin des Kapitäns zu vergreifen. Was wissen Sie von dieser Sache, Maharadjah?“

„Ich verstehe Sie nicht, Oberst! Was sollte ich davon wissen?“

„Vielleicht täten Sie doch gut, sich zu besinnen. Sie hören von dieser Affäre zum ersten Mal?“

„Gewiß. Ich habe bisher nicht das geringste davon gewußt.“