»Sie sollten zum General geführt werden,« sagte Oberstleutnant Pulleine zu Pieter Maritz, als dieser vor ihn trat und seinen Hut abnahm, »aber der General ist nicht hier. Sie sind wegen aufrührerischen Benehmens verhaftet worden, wie mir der Patrouillenführer meldet.«

»Ich weiß nicht genau, was aufrührerisches Benehmen ist,« entgegnete Pieter Maritz, »aber ich glaube nicht, etwas gethan zu haben, was Strafe verdient.«

Die Offiziere sahen des Knaben offenes, freundliches Gesicht mit Wohlwollen an und mochten wohl denken, daß die Meldung schlimmer laute, als der Gegenstand der Meldung es verdiene. Sie konnten sich, nach ihrer lächelnden Miene zu urteilen, nicht recht denken, daß dieser junge Mensch mit den unschuldigen frommen Augen ein Aufrührer sein sollte.

»Über Ihre Schuld oder Unschuld wird der General entscheiden,« sagte Oberstleutnant Pulleine, »aber der Unteroffizier meldete mir auch, daß Sie lange in Ulundi bei Tschetschwajo gelebt hätten. Sagen Sie uns doch, was Sie von der Zuluarmee wissen. Haben die Zulus sämtlich Gewehre? Sind es gute Gewehre? Hinterlader? Gewehre, die in gutem, brauchbarem Zustande sind?«

»Über die Zulus kann ich Ihnen nur das sagen, Herr Oberstleutnant,« erwiderte Pieter Maritz, »daß sie sehr schnell marschieren und daß sie hier ganz in der Nähe sind.«

Unter den Offizieren machte sich eine Bewegung bemerklich.

»Woher wissen Sie das, daß sie in der Nähe sind?« fragte der Kommandant mit strengem Tone.

»Ich habe dort im Westen, als wir hierher ritten, dreimal Späher von der Zuluarmee gesehen, und zwar von drei verschiedenen Regimentern der Armee Dabulamanzis.«

»Wer ist Dabulamanzi?«

»Es ist der Bruder des Königs, und er befehligt die besten Truppen, sämtlich mit Hinterladern bewaffnet.«