»Pah!« sagte der Kommandant. »Unsere Vedetten haben nichts gemeldet und müßten doch die Zulus gesehen haben, wenn diese in der Nähe wären.«
Damit wandte er sich zu dem andern älteren Offizier, zeigte nach einigen rotröckigen Reitern, die in der Ferne hielten, und besprach sich mit ihm.
»Haben Sie wirklich Zulus gesehen?« fragte er den Knaben.
»Ganz gewiß.«
»Nun, lieber Durnford,« sagte Oberstleutnant Pulleine zu dem Kameraden neben ihm, den seine Uniform ebenfalls als einen Offizier vom Range eines Oberstleutnants kenntlich machte, »Sie könnten ja der Sicherheit wegen einmal nach der Seite hin vorgehen, wo der junge Buer die Niggers gesehen haben will. Und wenn wirklich dort welche umherlaufen, bringen Sie ein paar von ihnen mit, daß wir sie ausfragen können. Ich kann mir freilich kaum denken, daß Zulus dort sein sollten. Ist doch Lord Chelmsford selbst mit Oberst Glyn voraus und hat er doch das ganze Land absuchen lassen! Ist doch Lonsdale mit seinen Swaziniggern, der das Land hier wie seine Tasche kennen muß, vorausgezogen. Es wäre ein schlechter Spaß, wenn uns die Zulus hier überfielen, während der größere Teil unserer Macht Stunden weit weg ist. Aber ich denke nicht, daß mehr als ein paar vereinzelte Kerls sich dort umhertreiben. Nun, damit wir nichts versäumen, reiten Sie einmal aus!«
Oberstleutnant Durnford ließ den Trompeter blasen, und die Basutos gingen an ihre Pferde. Der Oberstleutnant selber stieg zu Pferde und zog dann mit seiner schwarzen Schar, zweihundertfünfzig Reitern, nach Westen.
»Also die Zulus marschieren sehr schnell?« fragte Oberstleutnant Pulleine dann wieder.
»Sehr schnell,« sagte Pieter Maritz, und dann setzte er zögernd hinzu: »Sie werden mich vielleicht unbescheiden nennen, Herr Oberstleutnant, aber ich muß sagen, daß ich mich über Ihr Lager wundere.«
»Wie so?« fragte der Kommandant.
»Wenn wir Buern im Kriege mit den Kaffern sind, lagern wir anders,« sagte Pieter Maritz.