Kurz bevor Pieter Maritz die ersten Häuser erreichte, ward er von einer kleinen Reiterschar überholt, welche im Trabe ritt. Es waren Buern, nach dem Schnitt ihres Anzugs zu schließen, doch waren sie unbewaffnet, und ihre Kleidung kam Pieter Maritz sehr fein und vornehm vor. Im Vorbeitraben warf der eine von ihnen, ein älterer Mann mit dunklem Vollbart, einen forschenden Blick auf Pieter Maritz, hielt dann sein Pferd an und fragte auf holländisch, wer er sei und woher er komme.

Pieter Maritz merkte, daß er mit einem angesehenen Manne zu thun habe, er zog den Hut und sagte der Wahrheit gemäß seinen Namen und dann, daß er von Isandula komme. Dies Wort verursachte Erregung unter dem kleinen Trupp, die Reiter umringten ihn und sahen ihn voll Neugierde an. Auf ihr Befragen erzählte er von seinen Erlebnissen des letzten Jahres und daß er von einer Gemeinde der Treckbuern im Norden komme. Baas van der Goot sei der Älteste seiner Gemeinde, und er wolle sich nun in Pretoria erkundigen, wie er seine Gemeinde wiederfinden könne.

Jetzt mischte sich ein zweiter der Reiter in das Gespräch, ein grimmig aussehender Mann mit funkelnden schwarzen Augen.

»Baas van der Goot,« sagte er, »der ist mir bekannt. Ein echter Buer, ein frommer und respektabler Mann und ausgezeichneter Büchsenschütze. Ich sah ihn vor zwei Jahren zuletzt, als ich ein Kommando an unserer nördlichen Grenze führte. Er hatte damals seine Schußliste auf 2700 Kaffern gebracht, die er mit eigener Hand getötet hatte.«

»Wer ist dieser Herr?« fragte Pieter Maritz beiseite einen dritten der Reiter.

Dieser lächelte. »Es ist der Feldkorporal Joubert,« erwiderte er.

Pieter Maritz sah nun den grimmigen Mann näher an. Das also war der gefürchtete Joubert, von dem er so oft die Männer seiner Gemeinde beim Lagerfeuer mit Bewunderung hatte reden hören.

»Sind Sie etwa der Sohn von Andries oder von Klaas Buurman?« fragte ihn dieser.

»Ich bin der Sohn von Andries,« antwortete Pieter Maritz. »Mein Vater fiel im Januar vorigen Jahres in einem Gefecht mit Betschuanen am Nylflusse.«

»Also Andries tot!« sagte der Feldkorporal. »Der war auch ein wackerer Mann, und sein Tod ist ein harter Verlust für die Republik. Ich hoffe, sein Sohn füllt dereinst seine Stelle aus.«