»Wenn Sie nur den Sattel haben,« sagte Pieter Maritz, »so bringe ich Ihnen das Pferd dazu.«
Die junge Dame wurde rot vor Vergnügen. »O, Herr Buurman,« rief sie, »das wäre ja herrlich. Sie sind sehr liebenswürdig.«
»Ich will das Pferd holen, ich komme gleich zurück,« sagte Pieter Maritz.
»Und ich ziehe währenddessen mein Reitkleid an,« versetzte sie.
Pieter Maritz ging im eiligsten Schritt nach Hause, holte Jager aus dem Stall hervor, bürstete und rieb geschwind noch an dem braunen glänzenden Fell und führte das Tier am Zügel zu der Wohnung der jungen Dame. Sie stand schon im Hofe, die Schleppe ihres Reitkleides über dem Arm und den schwarzen Reithut auf dem Kopfe. Ihre Augen funkelten vor Freude, als sie Jager erblickte.
»Das schöne Tier!« rief sie jubelnd. »Wie freundlich Sie sind, Herr Buurman.«
Ein schwarzer Stallknecht brachte den Sattel, Pieter Maritz schnallte selber die Gurten, und dann schwang sich die junge Dame mit großer Gewandtheit auf Jagers Rücken.
»Ein wunderhübsches Pferd! Ich bin Ihnen sehr dankbar,« sagte sie, als sie im Sattel saß. — »Aber wie rücksichtslos ich bin!« fuhr sie fort. »Nun können Sie wohl nicht hinausreiten?«
»Ich hatte gar nicht die Absicht,« entgegnete er.
»Nun dann — schönsten Dank!« rief sie fröhlich nickend, und damit sprengte sie davon.