Er sagte, daß mehrere Abteilungen leichter Kavallerie für den Vorpostendienst gebildet werden sollten, zu denen man Buern aus Transvaal, aus dem Oranjefreistaat und Natal anzuwerben denke. Mehrere Offiziere seien beauftragt worden, solche Truppen zu bilden, die dann unter höheren Offizieren zu Schwadronen vereinigt werden sollten.
»Können Sie mich gebrauchen?« fragte Pieter Maritz.
Der Lord sah ihn erstaunt an, und der Franzose machte ein erfreutes Gesicht.
»Ah, vortrefflich, vortrefflich!« sagte Leutnant Dubois, ihm die Hand entgegenstreckend. »Ich nehme Sie an, und Sie sollen mir einen Zug Reiter führen, vorausgesetzt, daß wir erst einen haben. Wie alt sind Sie? Ich denke, Sie müssen achtzehn Jahre sein.«
»Ich bin so ungefähr sechzehn,« entgegnete Pieter Maritz. Der Gedanke, einen Reiterzug zu führen, machte ihn schwindeln.
»Sechzehn!« sagte der Franzose. »Na, thut nichts. Es kommt auf die Fähigkeiten, nicht auf die Jahre an.«
Lord Fitzherbert gratulierte dem Franzosen. »Da haben Sie einen ausgezeichneten Fang gethan, Dubois,« sagte er. »Das ist ein verwetterter Kerl. Aber ist denn das Ihr Ernst, Pieter Maritz? Wollen Sie wirklich in den Krieg ziehen, oder haben Sie nur in fröhlicher Weinlaune so gesprochen? Wenn das ist, so läßt Leutnant Dubois Sie wieder frei.«
»Nein, nein,« sagte Pieter Maritz, »es ist mein Ernst. Ich möchte gern unter einem so ausgezeichneten und kriegserfahrenen Offizier wie Herr Leutnant Dubois den Krieg kennen lernen.«
»Meiner Treu,« rief der Franzose geschmeichelt, »Sie kennen ihn schon, denn wer bei Isandula war, hat Pulver gerochen. Ich bin es, der sich glücklich schätzt.«
Es ward nun verabredet, daß Pieter Maritz zunächst nach dem Norden gehen solle, um seine Gemeinde zu besuchen, daß er aber so bald als möglich in das Lager zurückkehren und dann unter das Kommando des Leutnants Dubois treten solle. Lord Fitzherbert ließ eine frische Flasche bringen, und alle drei stießen auf einen glücklichen Feldzug der leichten Reiter an.