Pieter Maritz lachte. »Ich komme, um Ihnen Lebewohl zu sagen, Adolphus,« sagte er. »Aber es thut mir leid, daß Sie krank sind.«
»Krank? Der Teufel ist krank!« sagte der Lord. »Ich habe nur etwas Kopfschmerzen. Das kommt von der Musik; ich kann es nicht leiden, wenn einem ins Essen hineingeblasen wird.«
»Ach, es war die Musik?« fragte Pieter Maritz ganz unschuldig. »Ich dachte, Sie hätten zu viel Wein getrunken, so wie ich.«
»Ei, bewahre, ich trinke nie zu viel,« sagte der Lord. »Aber kommen Sie, wir wollen etwas frühstücken.«
Er stand auf und vertauschte seinen leinenen Rock mit der Uniform, als Leutnant Dubois vor dem offenen Zelte erschien. »Wißt ihr das neueste?« fragte er. »Die Zulus kommen. Man hat die Meldung erhalten, daß sie, zwanzigtausend Mann stark, nur noch fünfzig Kilometer weit entfernt von Pretoria stehen.«
»Fünfzig Kilometer?« fragte der Lord. »Da können die Kerle vor heute abend nicht hier sein, und wir haben Zeit, zu frühstücken.«
»Fünfzig Kilometer!« rief der Franzose, »da können sie auch morgen noch nicht hier sein.«
»Sie kennen die Zulubeine nicht, mein lieber Dubois,« sagte der Lord. »Diese Kerle haben vier Beine. Wenn sie auf zweien müde sind, laufen sie auf den beiden andern. Doch laßt uns frühstücken, man lebt nur einmal!«
»Das ist auch mein Gedanke,« entgegnete der Franzose lachend. »Kommt mit zu mir.«
Alle drei gingen zu dem Zelte, wo das Regiment des Franzosen zu speisen pflegte. Dort waren wohl ein Dutzend Offiziere beisammen, welche aßen und sich über die Wahrscheinlichkeit des Angriffs der Zulus unterhielten. Einige glaubten die Nachricht, andere zogen sie in Zweifel. »Pah, die Niggers werden uns rein zum Schreckgespenst,« sagte ein älterer Offizier. »Jeden Tag kommt man mit der Meldung, sie rückten an. Ich glaube das nicht, bevor ich sie nicht sehe.«