Während er so sprach, hatte sich die Thüre geöffnet, und der Soldat mit den goldenen Abzeichen auf dem Ärmel war hereingetreten. Er pflanzte sich gerade vor dem Leutnant in strammer Haltung hin, legte die Hand an den Helm und sagte: »Ich habe Eurer Herrlichkeit zu melden, daß die Mannschaft und die Pferde untergebracht sind. Haben Eure Herrlichkeit noch weitere Befehle?«

»Es ist gut, Wachtmeister,« antwortete der Leutnant, »ich danke Ihnen.«

Der Unteroffizier zauderte zu gehen.

»Es wäre wohl gut, einen Posten auszustellen,« sagte er dann. »Wenn Eure Herrlichkeit befehlen, werde ich eine Vedette an den Rand des Thales postieren.«

»Ach lassen Sie das,« erwiderte Lord Adolphus Fitzherbert. »Wozu sollen wir die Leute müde machen? Was soll hier bei Niggern und Bauern passieren?«

Der Wachtmeister machte kehrt und marschierte sporenklirrend ab. Pieter Maritz wunderte sich, daß hier der alte erfahrene Kriegsmann von einem unerfahrenen Jüngling Befehle erhalte, während bei den Buern der Ältere das Kommando hatte. Er war unbekannt mit den Unterschieden von Rang und Stand.

»Sind Sie schon lange in Afrika, Mylord?« fragte der Superintendent.

»Ich bin erst vor vierzehn Tagen aus England gekommen,« antwortete der junge Offizier.

»Es sind ziemlich viel neue Truppen gelandet, soviel ich weiß.«

»Ja,« sagte der Leutnant, »die Transvaal-Buern machen uns mehr Plackerei, als sie wert sind. Nun wir sie einmal beherrschen, müssen wir sie auch beschützen. Sie möchten uns sonst von den Niggers aufgefressen werden.«