Der Leutnant antwortete nicht, aber er maß den Knaben mit einem argwöhnischen Blicke.
»Aus welcher Gegend bist du denn? Wo wohnen deine Eltern?« fragte er.
»Ich bin im Norden geboren,« erwiderte Pieter Maritz. »Die Gemeinde, zu welcher ich gehöre, wohnt nicht in einem festen Dorfe, sondern gehört zu den Trekbuern, das heißt, wir ziehen herum, was in unserer Sprache trekken genannt wird. Wir bleiben, wo es uns gefällt, und ziehen weiter, wenn das Vieh nicht mehr gute Weide hat oder die Jagd schlecht ist.«
»Ihr seid also eigentlich Vagabonden,« sagte der Engländer, indem er verächtlich herabsah. »Es ist hohe Zeit, daß wir Ordnung in eine solche Gesellschaft bringen.«
Die Landschaft war inzwischen eine andere geworden, der Charakter der Ebene verlor sich mehr und mehr, und zur linken Hand zeigte sich hügeliges Land, mit einzelnen Gebüschen und von Wasserläufen durchzogen. Pieter Maritz ließ seine scharfen Augen über die Gegend hinschweifen und überlegte.
»Wie weit werdet Ihr mich mitnehmen, Mynheer?« fragte er.
»Das wollen wir später sehen,« entgegnete der Engländer.
»Ich möchte nicht gern ganz bis nach Pretoria.«
»Du wirst thun, was dir befohlen wird,« sagte der Engländer.
»Ach, welch ein wunderschönes Pferd habt Ihr, Mynheer!« rief der Knabe aus. »Das habt Ihr wohl von England mitgebracht?«