Der Leutnant blickte selbstgefällig an seinem Gaul hinunter.

»Das Pferd kann gewiß sehr schnell laufen,« sagte Pieter Maritz von neuem, »das kann gewiß viel schneller laufen als unsere Bauernpferde.«

»Dies Tier ist allerdings sehr schnell,« erwiderte der Leutnant. Er hatte dreihundert Pfund Sterling in London für das Pferd bezahlt und konnte sich rühmen, keinen schlechten Handel gemacht zu haben.

»Kann das Pferd auch gut springen?« fragte Pieter Maritz mit seinem unschuldigsten Gesicht.

»Natürlich,« versetzte der Engländer. »Nun halte aber deinen Mund. Du hast zu warten, bis man dich fragt, und wenn du nicht gefragt wirst, hast du zu schweigen. So etwas nennt man gute Manier.«

Pieter Maritz rückte die Büchse und den Patronengurt bequemer auf den Schultern zurecht und drückte leise seine Unterschenkel an Jagers Leib, so daß dieser den Kopf erhob und die Ohren spitzte.

»Auf die Weise würde mir der Weg wohl langweilig werden,« sagte er dann mit freundlichem Lächeln zu dem Offizier. »Lebt wohl, ich wünsche Euch glückliche Reise!«

Nach diesen Worten warf er plötzlich sein Pferd zur Seite und jagte in gestrecktem Galopp nach links über das Feld hin.

»Verdammter Bursche!« rief der Engländer. »Haltet ihn, Leute! Hinter ihm her!«

Pieter Maritz hörte in seinem Rücken ein gewaltiges Rasseln und Rufen und das Stampfen und Schnauben vieler Pferde. Er blickte über die Schulter zurück und sah die ganze Schar der Dragoner in aufgelöster Ordnung daherkommen, um ihn zu verfolgen. Sie ritten in einer weiten Kette hinter ihm her, und ihre Scharlachröcke leuchteten in der Sonne, so daß es dem Knaben schien, als jagte ein hüpfendes Heer von Feuerflammen über das Gras weg. Allen voran ritt der Leutnant, dessen kohlschwarzes Pferd rasch einen Vorsprung vor den anderen Tieren gewonnen hatte, und er rief den Dragonern zu, sie sollten nicht schießen, er wolle den Burschen lebendig wieder haben.