Dann wandte er sich zu seinen Kriegern, die ringsum im Grase lagen und mit ihren glänzenden Augen seine Bewegungen verfolgten, und sprach zu ihnen in einer Sprache, welche Pieter Maritz nicht verstand.

»Was hat der schwarze Kerl gesagt?« fragte der Lord. »Hat er uns ein Frühstück angeboten? Ich muß gestehen, daß ich für eine Flasche gut gekühlten Champagner und ein Antilopensteak gern die Hälfte des mir noch zur Verfügung stehenden Lebens gäbe.«

Er ließ sich müde auf die Erde nieder und starrte vor sich hin.

Pieter Maritz hatte unverwandt hinabgesehen. »Seht doch nur,« rief er jetzt, »sie sind so nahe gekommen, daß Ihr sie sicherlich sehen könnt. Ich kann sie beinahe zählen, es müssen ihrer fünfzig bis sechzig Buern sein.«

Der Lord wandte den Kopf. »Wahrhaftig, jetzt sehe ich sie auch,« sagte er lebhaft. »Sie kommen hierher. Aber Ihr müßt Augen haben, mein holländischer Freund! Ich wüßte doch auch jetzt noch kaum zu sagen, ob's Krähen oder Menschen wären. Doch was nützt es uns? Sollten die Buern die Niggers unterkriegen, so sticht uns dieser Titus Afrikaner aus Ärger tot, kriegen aber die Niggers die Buern unter, so bringt er uns zum Vergnügen um. Doch darum keine Sorge, lieber Freund. Alt-England für immer — und meinetwegen Alt-Holland auch! Wenn wir nur einmal darauf trinken könnten!«

Nach diesen Worten sah er gleichgültig auf die Schar der schwarzen Krieger, die ihm, wie sie so im grünen Grase lagen, mit ihren glänzenden fettigen Körpern gleich riesigen Waldschnecken erschienen.

Pieter Maritz blieb stehen und verwandte den Blick nicht von den heranreitenden Buern.

»Wenn ich ihnen nur ein Zeichen geben könnte, wo wir sind,« sagte er leise. »Es wäre schrecklich, wenn sie in einen Hinterhalt fielen. Ich weiß nicht, wo Fledermaus geblieben ist, aber ich denke mir, er ist dort unten im Dickicht versteckt und soll die Reiter überfallen oder auf sich ziehen und dann in solcher Richtung hinter sich her locken, daß Titus Afrikaner sie von der Seite angreifen kann.«

»Sollten die Niggers wirklich so schlau sein?« fragte der Lord ungläubig. »Das wäre ja eine Taktik, als hätten sie die Militärakademie besucht.«

»Was ist das, eine Militärakademie?« fragte der Knabe.