– Nun, sagte Graff eintretend, Du bist wohl in Deinem Glücke so übermüthig geworden, daß Du den Freund und Genossen im Hofe warten läßt, als ob er Dein Treibjunge wäre? Ich dächte, wenn ich komme, müßten alle Thüren offen stehen!

– Was willst Du? Was führt Dich zu mir? fragte verdrießlich der Revierförster.

– Unsere Sicherheit, und mehr noch ein gutes Geschäft.

– Ein gutes Geschäft – was soll das heißen?

– Du weißt doch, daß der junge Graf Rudolph die Gräfin Emma von Linden heirathet und daß die Braut dem Bräutigam ein beträchtliches Vermögen zubringt?

– Nun? fragte Eberhard.

– Nun, Herr Compagnon, habe ich diesen Nachmittag in Erfahrung gebracht, daß der Graf diese Nacht das Schloß des Barons von H. verläßt und zwanzigtausend Thaler in Golde mit sich führt – dieses Sümmchen soll der Braut den Weg in das Haus des Gemahls bahnen – er will vor der Hochzeit noch einige Wechsel damit einfangen, damit man ihn nicht fängt.

– Was kümmert das mich? sagte Eberhard gleichgültig.

– Gegen Mitternacht wird er in seinem Jagdwagen allein nach Hause zurückkehren – sein Weg führt ihn an den Steinbrüchen vorbei –

– Himmel, rief der Förster, solltest Du vielleicht noch einmal auf den Gedanken kommen – –