– Konrad, Philipp, Christian! rief fast weinend der Gerettete und schloß einen nach dem andern in seine Arme.
– Nun, rief Peter, wollt Ihr mir denn nicht auch helfen? Ich bin am Arme verwundet –!
Rasch sprang Christian zu den Pferden und Konrad und Philipp nahmen den Kutscher in Empfang.
– Wo bist Du verwundet? fragte theilnehmend der Graf.
– Am rechten Arme; es scheint jedoch nur ein Streifschuß zu sein, denn ich fühle keine Schmerzen.
Graf Rudolph zog sein Taschentuch hervor und verband den Arm des Kutschers, der glücklicher Weise nur leicht gestreift war.
– Wo sind die Räuber? fragte er dann.
– Hier ist der gefährlichste! rief Konrad und schleppte mit Philipps Hülfe den geknebelten Graff herbei, der wie ein zusammengerollter Igel am Boden lag. Es ist derselbe, der in den Ruinen der Abtei schon einmal die räuberische Hand nach Ihnen ausstreckte, derselbe, der meinen Hut mit dem rothen Bande stahl und ihn an dem Orte seines Verbrechens zurückließ, um den Verdacht auf mich zu wälzen – derselbe, der zwanzigtausend Thaler in Ihrem Wagen vermuthet und Sie morden und berauben wollte, um als ein reicher Mann sich aus dem Staube zu machen – ist es nicht so, Herr Graff? Jetzt theilen Sie doch mit Ihrem Kameraden – dort liegt er!
– Ich wollte, ich hätte mit ihm getheilt! murmelte der Geknebelte.
– Wer ist der Andere? fragte der Graf und trat zu dem Todten.