– Sehen Sie ihn an, sagte Philipp, er ist noch zu erkennen.
– Himmel, mein eigener Revierförster! O über den treuen Diener! Konrad, Du hast mir Dein Leben, Dein Glück geopfert – über der Leiche dieses Bösewichts gebe ich Dir Deine Marie zurück – Gott sei gelobet, der alles so gefügt!
– Herr Graf, rief Konrad jauchzend, Marie liebt mich noch, ich kann wieder glücklich werden!
– Wie Du es verdienst, mein braver, guter Konrad! – Kinder, wandte sich der Graf jetzt zu den Soldaten und freudige Rührung machte seine Stimme schwanken – Kinder, ich lade Euch zu meiner Hochzeit ein, die nächsten Sonntag auf dem Edelhofe des Barons gefeiert wird – werdet Ihr mich zu der Kirche begleiten und den Ehrenplatz an der Festtafel einnehmen?
– Herr Graf! riefen Philipp und Christian überrascht.
– Ihr müßt erscheinen, wenn Ihr mir meine Freude nicht stören wollt!
– Wir sind Bauern, sagte Philipp, wir passen nicht in vornehme Gesellschaft.
– Philipp, wo wäre ich und meine Hochzeit, wenn Ihr nicht gewesen wäret?
– Herr Graf, fiel Konrad ein, wenn Sie meine Kameraden einladen, was bleibt mir dann?
– Freund, rief der Graf, ist Deine Hochzeit nicht die meine? Oder soll Marie Deine Frau nicht werden?