– Ah, mein Rekrut! Ich sehe, mein junger Freund, Sie haben einen unbedingten Beruf für das Heldenhandwerk. Liebesgram – es ist klar! fügte er mit einem Seitenblicke auf Netti hinzu. O der kleine Gott mit der Binde vor den Augen ist der glücklichste Werber in allen Armeen der Welt!

– Herr Korporal, was sagen Sie da?

– Ich sage, daß Sie eine edle, kriegerische Physiognomie besitzen, daß Sie für den Ruhm geschaffen sind. Wahrhaftig, ich glaube in Ihnen den Kriegsgott zu erblicken, wie er für das Regiment angeworben wird. Nur eins ist mir unerklärlich, fügte der Korporal lächelnd hinzu.

– Und was? fragte Niklas.

– Daß ein so liebenswürdiger junger Mann Unglück in der Liebe haben kann. Bei Gott, man ist hier sehr difficil!

In Niklas Augen glänzte ein Hoffnungsstrahl, er hielt die Ironie des fröhlichen Korporals für Wahrheit.

– Wahrhaftig, sagte er vorwurfsvoll, ich begreife es auch nicht!

– Um den Schönen zu gefallen, fuhr Janos Esthi mit Galanterie fort, bedarf es nur einer Uniform und vorzüglich der meines Regimentes. Wenn man einmal darin steckt, hat man ununterbrochen Glück bei dem schönen Geschlecht.

– Ach, Herr Korporal, so haben Sie doch die Güte und stecken Sie mich hinein! rief eifrig der lange Mann.

– In die Uniform? Gut, verabredet und beschlossen. Ich habe Ihr Wort, alles Uebrige ist unnütz. Freuen Sie sich, junger Held, in dem Regimente der Ehemänner wären Sie vielleicht ein schlechter Soldat geworden, aber in dem meinigen werden Sie ein verführerischer Grenadier werden.