– Er ruft die Schutzmannschaft zum Appell, deren Kommandant Herr Czabo ist. Sie haben für diesen Augenblick nichts zu fürchten.
– Und was habe ich von dem Dichter zu hoffen? fragte sie mit einem unbeschreiblichen Ausdrucke.
– Daß er mehr thun als Verse schreiben – daß er Sie retten wird!
Auf der Hausflur des Erdgeschosses ließ sich Herrn Czabo's Stimme vernehmen, der nach seiner Köchin rief.
– Mein Schwiegervater! flüsterte Ferenz. Tragen Sie Sorge, daß er Ihren wahren Stand nicht entdeckt, er ist zwar gut, aber schwach – leicht könnte er eine Unbesonnenheit begehen, um sich als Kommandant zu zeigen, die Sie in's Unglück stürzt.
– Kathi, Kathi! rief der Apotheker mit stets lauterer Stimme – Kathi!
– Mein Herr, sagte Thekla, daß Sie an meinem Schicksale Theil nehmen, ist ein schöner Trost, der mich an meiner Rettung nicht verzweifeln läßt. So darf ich im Augenblicke der Gefahr fest auf Ihre Hülfe zählen?
– So wahr ich hoffe, daß der Sieg der Tyranney kein ewiger ist! Noch diesen Abend werden Sie von mir hören! Beugen Sie sich nur heute noch in das Joch der Köchin.
– Ich eile, um keinen Verdacht zu erwecken.
Als Thekla die Hausflur betrat, war sie ganz wieder Köchin.