– Fräulein Emma soll ein bedeutendes Vermögen besitzen – das wird unserm Grafen zu statten kommen, denn seine Güter befinden sich nicht im besten Zustande.

– Nun, sagte Konrad, indem er sich zum Weitergehen anschickte, ich wüßte keinen Edelmann in der ganzen Gegend, der die Hand der schönen Emma und ihr großes Vermögen mehr verdiente, als unser Graf, ich wünsche ihm Glück zu dieser Heirath.

– O auch wir, riefen die Andern, er ist ein braver junger Herr!

– Doch nun kommt, Freunde, daß wir noch mit der Dämmerung das Dorf erreichen, die Kuppel des Brockens wird schon dunkelroth und aus den Thälern weicht das letzte Licht – kommt!

Bei diesen Worten warf Konrad sein Bündel auf der Schulter zurecht und begann rüstig auszuschreiten. Auch seine Gefährten setzten ihre müden Beine wieder in Bewegung.

– Sieh, flüsterte einer dem andern zu, wie Konrad läuft! Man sollte glauben, er habe heute erst eine Stunde Wegs zurückgelegt, statt acht Meilen.

– Blicke dorthin und du kennst den Magnet der ihn zieht – jetzt wird er sichtbar.

– Wo?

– Dort, wo der Rauch aus dem weißen Schornsteine wirbelt!

– Ist das nicht die Meierei der hübschen Marie?