– Guten Tag, lieber Sohn! rief freundlich der Greis – störe ich?

– O nein, Herr Czabo, sagte Ferenz, indem er aufstand und dem Ankommenden entgegentrat – der Vater meiner Netti stört nie, selbst bei den dringendsten Geschäften.

Die beiden Männer gingen in dem Zimmer auf und ab.

– Geschäfte gehen allem vor, sagte der Apotheker im Tone des Vorwurfs, selbst der Braut und dem Schwiegervater.

– Sie kennen ja doch die allgemeine Stockung der Geschäfte, antwortete lächelnd der Advokat – wenn ich mich nicht mit Privatarbeiten beschäftigte, hätte ich jetzt Langeweile.

– Ein fürchterlicher Wurm, der tödtet! rief der Apotheker. Ich habe eine Arbeit für Dich.

– Einen Proceß?

– O nein; ich hatte nur einen Proceß in meinem Leben, den Du mir so glorreich gewinnen halfst – aber trotzdem ich ihn gewonnen, möchte ich um die Welt keinen zweiten wieder erleben, ich hasse die Processe, wie die Langeweile.

– Nun, was ist es denn?

– Niklas, mein Zögling und Provisor hat seit einiger Zeit meine Bücher dergestalt vernachlässigt, daß sie einer gründlichen Durchsicht bedürfen. Willst Du Dich nach Tische diesem Geschäfte unterziehen?