– Sage nicht Unglück, Eberhard, der Ausdruck ist falsch.
– Was trägt denn die Schuld an meinem Verluste?
– Deine Ungeschicklichkeit, mein bester Freund! Wie kann ein gescheuter Mensch sich mit Spielern von Profession einlassen – o wie dumm!
– Wie, rief Eberhard, so bin ich wohl gar der Geprellte gewesen?
– Das ist leicht möglich! gab Graff kalt zur Antwort.
– Und Du hast mich nicht gewarnt?
– Was Du da verlangst, Freund Eberhard! Jene sind so gut meine Freunde, als Du!
– Also solche Freunde hast Du! rief der junge Jäger im Tone des Vorwurfs.
– Auch solche, antwortete trocken der Freund, denn es ist mein Grundsatz, mit Leuten von allen Gesinnungen Bekanntschaft zu pflegen. Und außerdem hast Du ja häufiger Gelegenheit, Deine Revanche zu nehmen, als jene armen Teufel.
Die beiden Freunde hatten während dieses Gesprächs ein dichtes Haselgesträuch erreicht, das wie ein Bosquet rechts und links zur Seite stand. Einzelne Eichen ragten daraus empor und verhüllten die Aussicht auf das Firmament, so daß auf dem Waldwege schon starke Dämmerung herrschte. Nirgends regte sich ein Blatt in den Zweigen, nur dann und wann flatterte ein Vogel aus dem Dickicht auf, den die Schritte der Männer in seinem Verstecke erschreckt hatten.