– Geh hinaus auf die Landstraße – prüfe die glücklichen Leute – beschäftige Dich mit den Reichen – es giebt ja so viel Gewerbe – die Erde ist groß – das Feld ist weit – eine einzige goldne Erndte, und Du bist ein gemachter Mann!

– Ja, antwortete Eberhard in einem dumpfen Tone, ich bin ein gemachter Mann, weil ich auf dem Punkte stehe, mich entweder in den Teich zu stürzen, oder eine Kugel durch den Kopf zu jagen!

– Mein Gott, sagte Graff lächelnd, wie kann man auf solche abgeschmackte Gedanken gerathen! Bist Du denn so entsetzlich in das Mädchen verliebt, das Dir jener Konrad vor der Nase wegschnappt?

– Nein!

– Nun, was ist es denn, was Dich so mächtig erschüttert?

– Ich schulde in der Stadt eine bedeutende Summe, deren Zahlungsfrist bereits abgelaufen ist.

– So laß sie laufen, was kümmert es Dich!

– Sehr viel, Graff, denn es ist eine Wechselschuld.

– O Du dummer Teufel! Wie kann ein vernünftiger Mensch einen Wechsel unterschreiben?

– Man gab mir Zeit, fuhr Eberhard fort, weil ich die sicherste Hoffnung auf die Heirath hegte; diesen Morgen aber schrieb mir ein Freund, daß ich jeden Tag gewärtigen könne, bei Wasser und Brod in das Schuldgefängniß gesperrt zu werden, denn mein Gläubiger habe bereits bei den Gerichten darum nachgesucht.