– Wie Du willst, meine Marie, antwortete die Stimme eines Mannes. Wir wollen uns auf die Bank unter dem Fenster setzen und so lange warten, bis meine Schwester Röschen kommt. Ich hoffe, sie wird sich beeilen, wenn sie den schwarzen Himmel sieht.
– Ich an Röschens Stelle hätte den Weg zu der Tante auch an einem andern Tage abgemacht, sagte Marie wieder – es wäre besser gewesen, wenn wir heute zusammengeblieben wären und Deine Ankunft durch eine Parthie nach dem Ilsensteine gefeiert hätten.
– Du hast Recht, liebe Marie; aber die Tante ist eine alte Frau, die meinetwegen in Sorgen ist und es gewiß nicht gut aufgenommen hätte, wenn wir mit der Nachricht von meiner Rückkehr noch einige Tage gezögert. Außerdem hat sie noch ein wichtiges Geschäft mit ihr abzumachen.
– Ein Geschäft?
– Das Dich und mich betrifft.
– Ich verstehe, flüsterte das Mädchen – ihre Einwilligung?
– Ja, Marie; und morgen gehe ich selbst hinüber, um sie persönlich darum zu bitten.
– Ach, Konrad, wenn aber der Krieg mit den Dänen wieder ausbricht?
– Mag er ausbrechen, sagte heftig der junge Mann, ich rühre keine Hand, ich bleibe bei meiner Marie und besorge die Wirthschaft.
– Wenn man Dich aber mit Gewalt zwingt?