– Um des Himmelswillen, Herr Graf, was ist Ihnen? Sie sind so bewegt – ihr Gesicht ist bleich – was ist vorgegangen?
– Du sollst alles erfahren, doch zuvor sende Marien in das Dorf zurück, ich bedarf Deiner.
– Marie soll allein zurückkehren?
– Sende einen Mann aus dem Wirthshause als ihren Begleiter mit.
– Was soll sie davon denken? wandte Konrad ein.
– Mir fällt ein, daß Du sie begleiten kannst. Laß sie einen Augenblick in das Haus treten, dann kehre zurück, ich erwarte Dich hier, um Dir ein Geheimniß anzuvertrauen.
Ohne ein Wort zu entgegnen eilte Konrad zu seiner Braut, die zitternd an der Thür des Wirthshauses stand.
– Marie, sagte er leise, gehe auf einige Augenblicke zu dem alten Kaspar hinein, dann hole ich Dich ab, und wir kehren zusammen nach Hause zurück.
– Wer ist der Fremde? fragte ängstlich das bebende Mädchen.
– Ich kann ihn Dir jetzt nicht nennen; doch fürchte nichts, die Unterredung, die er von mir wünscht, kann nur zu unserm Vortheile sein – komm in das Haus!