In diesem Augenblicke, und während Eberhard den Hut zornig mit Füßen trat, näherte sich der Graf und ließ sich auf der Bank nieder. Einen Augenblick später erschien auch Konrad. Beide ahnten die Nähe der lauschenden Jäger nicht.
– Herr Graf, begann Konrad, warum geben Sie sich die Mühe zu mir zu kommen, anstatt mich auf das Schloß rufen zu lassen?
– Konrad, sagte bewegt der Graf, indem er dessen Hände ergriff, Du bist glücklich, sehr glücklich, denn Du kannst das Mädchen Deiner Liebe zu Deiner Gattin machen.
– Ja, Herr Graf, flüsterte freudig der junge Mann, ehe der Herbst das Laub auf diesen Bäumen gelb färbt, soll Marie meine Frau sein – noch im Laufe dieser Woche hätte ich um Ihre Erlaubniß nachgesucht, und nicht wahr, Sie hätten sie mir nicht verweigert.
– Habe ich Dir nicht gesagt, Freund Konrad, als wir vor zwei Monaten am Wachtfeuer lagen und von unserer Heimath plauderten, daß wir an einem Tage vor den Altar treten würden?
– O, ich weiß es noch, am andern Tage standen wir auf Vorposten – –
– Wo ich von den hinterlistigen Dänen niedergehauen worden wäre, fiel rasch der Graf ein, wenn Du nicht mit muthiger Todesverachtung mich gerettet hättest.
– Das wollte ich nicht sagen, Herr Graf, – was ich gethan, hätte jeder andere für seinen Major auch gethan.
– Konrad, rief der Graf im Tone der Verzweiflung, Konrad, ich wolle, die dänischen Bayonette hätten mich durchbohrt, daß ich nie diese Berge wiedergesehen!
– Mein Gott, was ist geschehen? Sie wollten mir ja erzählen – –