– In diesem Falle, den ich fast voraussetze, zähle ich auf Dich. Höre mich an, fuhr rascher der Graf fort: Du kennst die Wohnung meines Freundes, des Oberförsters von G.?

– Ich kenne sie – eine halbe Stunde jenseits des Dorfes, am Walde –

– Dorthin gehst Du, nachdem Du Deine Marie zu Hause geleitet. Du erzählst dem Oberförster mein Duell und bittest ihn um seine Pferde und seinen Wagen. Dann fährst Du nach dem Kreuzwege unterhalb dieses Gehölzes und erwartest mich.

– Wie, Herr Graf, ich soll nicht an Ihrer Seite stehen, wenn Sie sich schlagen?

– Nein, mein Brief kündet an, daß ich allein komme, und außerdem habe ich keinen, dem ich meine Flucht anvertrauen könnte. Bin ich einmal jenseits der Grenze, schiffe ich mich nach Amerika ein.

– Aber haben Sie denn auch Geld zur Reise?

– Ich habe alles vorbereitet, in meinem Gürtel befindet sich eine bedeutende Summe in Golde.

– Und Ihr herrliches Gut, Herr Graf, mit den einträglichen Waldungen –?

– Gehört schon lange nicht mehr mir, es ist verpfändet. Doch nun beeile Dich, sagte der Graf und stand auf, denn es ist acht Uhr und ich darf nicht auf mich warten lassen. Sei pünktlich und verschwiegen!

– O mein Gott, rief Konrad, vermag denn nichts Ihren Entschluß zu ändern –?