Doch ohne sich um diese an ihn gerichteten Worte zu kümmern, ergriff er beide Hände seiner Schwester und rief in einem dringenden, bittenden Tone:
Röschen, wenn Dir mein Glück, meine Ruhe lieb ist, o so sage mir alles, was Du weißt – sprich, sprich!
– Nun ja; aber laß meine Hände los, Du drückst sie ja so fest zusammen, daß sie schmerzen.
– Was weißt Du denn von den Ruinen?
– Was ich mit meinen eigenen Augen gesehen, daß ein fürchterlicher Kampf dort stattgefunden, wobei ein Mann am Boden lag – dann lief ich in das Dorf und rief um Hülfe – man eilte in die Abtei, aber man hat nichts gefunden.
– Und das alles hast Du selbst gesehen?
– Mein Gott, ja! Der Mann am Boden war in Uniform, denn seine Epaulettes blitzten im Mondenscheine.
– Schweig, Mädchen, rief Konrad erschreckt – um Gotteswillen, kein Wort mehr!
– Warum denn?
– Weil das Leben eines Menschen davon abhängt!