— Komm mit, sagte er.
Bald war der Entschluß gefaßt, daß Johan und einer der Knaben mitfahren sollten. Die Veranlassung der Dampferfahrt war der Einzug der Kronprinzessin in die dänische Hauptstadt; für sie aber war es eine Wallfahrt nach dem Grabe Thorwaldsens.
An einem Augustabend sitzt Johan neben dem Bildhauer, einem der Knaben und einem von dessen Schulkameraden auf dem Achterdeck des Dampfers. In der Dämmerung, die schon eingetreten ist, sieht man Herren und Damen an Bord kommen. Die Gesellschaft scheint ganz gut zu sein. Starke Familienväter mit Fernglas und Reisetasche, Damen in hellen Kleidern und Hüten nach der neuesten Mode. Es ist eine Bewegung und ein Wirrwarr; man sucht seine Schlafplätze, die allen versprochen sind. Johan und seine Begleiter sitzen ruhig da und warten ab. Sie haben ihren Mundvorrat wie ihre Decken und fürchten nichts.
Als der Dampfer abgestoßen ist und Ordnung in das Gewirr kommt, sagt Johan:
— Jetzt wollen wir ein Butterbrot essen, ehe wir uns niederlegen.
Man sucht nach der Reisetasche und dem Brotkorb. Sie sind nicht zu finden. Man entdeckt, daß sie nicht mitgekommen sind. Das war ein harter Schlag, denn die Kasse war nicht groß, und man hatte sich auf den vortrefflichen Mundvorrat verlassen, den die Frau Doktor besorgt. Nun, man ißt aus dem Kasten des Bildhauers, aber da sind nur trockene Sachen, die nicht viel verschlagen.
Dann will man sich niederlegen. Von allen Seiten wird nach Schlafplätzen gefragt. Es gibt keine. Die Passagiere werden erregt und Flüche hageln. Man muß sich also aufs Deck setzen. Man schreit nach dem Veranstalter der Fahrt, aber er ist nicht an Bord. Johan legt sich aufs bloße Deck; die Knaben ziehen eine Persenning über, denn der Tau fällt und eine scharfe Kälte herrscht.
Sie erwachen frierend in Södertelje, denn die Matrosen hatten ihnen die Persenning fortgenommen.
Auf dem Kanaldamm erscheint jetzt der Veranstalter, der seines Zeichens Tapezierer ist. Die Passagiere werfen sich über ihn und schleppen ihn an Bord, überschütten ihn mit Vorwürfen. Er verteidigt sich und will ans Land, aber vergebens. Ein Standgericht wird abgehalten. Man beschließt die Fahrt fortzusetzen, behält aber den Tapezierer als Geisel.