— Bist du stumm?
Er schwieg. Jetzt war er zu alt, um Schläge zu bekommen, die man sich außerdem abzugewöhnen anfing. Und so mußte er sich setzen.
Er konnte den Text übersetzen, aber nicht auf die einzige Art, die der Lehrer wollte. Daß der Lehrer es nur auf eine einzige Art haben wollte, fand der Junge albern. Er hätte den ganzen Cornelius Nepos in wenigen Wochen durchgestürmt; dieses absichtliche, unvernünftige Kriechen, während man doch laufen konnte, drückte ihn nieder. Er sah keinen Sinn darin.
Dasselbe war in der Geschichtsstunde der Fall.
— Nun, Johan, sagte der Lehrer ungefähr, erzähle uns jetzt, was du von Gustav dem Ersten weißt.
Der Knabe erhebt sich von seinem Platze, und zügellos kommen ihm die Gedanken ungefähr so:
— Was ich von Gustav dem Ersten weiß? Oh, das ist sehr viel. Aber das wußte ich in der ersten Klasse schon (jetzt ist er in der vierten), und das weiß der Lehrer auch. Was hat es denn für einen Zweck, alles herzuplappern?
— Ist das alles, was du weißt?
Er hat nicht ein Wort gesagt, und die Kameraden lachen. Jetzt wird er böse. Er versucht zu sprechen, aber die Worte bleiben ihm im Halse stecken. Womit soll er beginnen? Gustav war auf Lindholm in der Landschaft Roslagen geboren. Aber das wußte er ja vorher und der Lehrer auch. Wie dumm, das noch einmal wiederzukauen.