Autor. Gewählt bin ich nicht, hätte aber gewählt werden können, wenn ich mich hätte wählen lassen wollen. Übrigens sollten Sie, da Sie Monarchist sind, nicht sagen, der einzelne dürfe nicht gegen die Gesellschaft auftreten, da der König, der ein einzelner ist, das Veto gegen die gewählten Vertreter der Gesellschaft hat: was Sie ja richtig finden! — Etwas anderes: ich bin nicht „der einzelne gegen die Gesellschaft‟, ich bin nur der einzelne gegen die jetzige Gesellschaft. Ich bin im Gegenteil der einzelne für die Gesellschaft, die künftige nämlich.

Interviewer. Das klingt nicht so dumm: Sie hoffen also, daß die künftige Gesellschaft Ihnen dankbar sein wird?

Autor. Ich glaube nicht, daß die künftige Gesellschaft irgend jemandem dankbar sein wird, weil die künftige Gesellschaft nicht nach den Motiven der Person urteilen wird, sondern nach dem Nutzen der Handlung.

Interviewer. Warum schlagen Sie denn solchen Lärm?

Autor. Weil ich nicht anders kann. Warum ich nicht anders kann, das steht in meinem Buche zu lesen.

Interviewer. Etwa wie Jago sagt: Ich lebe nicht, wenn ich nicht hecheln darf?

Autor. Eben!

Interviewer. Und die Motive sollten also gleichgültig sein?

Autor. Durchaus!