Dann trennten sie sich.

Als Johan nach Haus kam, überreichte er den Strauß mit einem Gruß von Gustav.

Die Mutter war gerührt.

Beim Abendbrot erregten die Blumen die Aufmerksamkeit des Vaters.

— Die hat Gustav mir geschickt, sagte die Mutter. Er ist doch immer nett.

Und Johan bekam einen traurigen Blick, denn er war so hart.

Des Vaters Auge schimmerte unter der Brille.

Johan empfand keine Bitterkeit. Die schwärmerische Opferlust des Jünglings hatte sich geäußert, der Kampf gegen Ungerechtigkeiten hatte ihn zum Selbstquäler gemacht, und er schwieg. Er schwieg auch, als der Vater dem Gustav Taschengeld schickte und ihm in ungewöhnlich gerührten Worten schrieb, wie tief er diesen feinen Zug seines guten Herzens empfunden habe.

Er schwieg sein ganzes Leben hindurch über diese Geschichte, auch als er Anlaß hatte, Bitterkeit zu fühlen. Er sprach erst, als er, übermannt, in den schmutzigen Sand der Arena niedergefallen war, einen groben Fuß auf seiner Brust fühlte, ohne eine Hand zu erblicken, die Gnade winkte. Da war es nicht Rache, sondern nur die Selbstverteidigung des Sterbenden!