Nachschrift.

Jetzt, nachdem ich vom ersten Teil die Korrektur gelesen habe, muß ich beteuern, daß mir die Arbeit ein unsagbares Leiden gewesen ist. Aber die Ausgabe unterdrücken zu suchen, fällt mir doch nicht ein. Das Opfer ist einmal gebracht; ich kann es nicht zurücknehmen! Dagegen habe ich die Neigung gehabt, die Mitmenschen, die bloßgestellt werden, zu schonen, doch das ist nicht mehr möglich. Bleibt mir nur übrig zu sagen: Es gibt Handlungen, vor denen man zurückschreckt, die man aber dennoch begehen muß, weil sie eine Aufgabe haben. Der Beruf des Dichters ist eine Selbstopferung, aber dieses Buch, das „vorm Tode‟ geschrieben wurde, war damals ein Untersuchungsprotokoll über das Kind und den Jüngling; jetzt ist es ein Urteil geworden, aber ein bedingtes.

Stockholm, 7. Februar 1909.

August Strindberg.

ÜBERSICHT

1.Furchtsam und hungrig[3]
2.Die Abrichtung beginnt[28]
3.Fort von Hause[38]
4.Berührung mit der Unterklasse[48]
5.Mit der Oberklasse[70]
6.Die Schule des Kreuzes[87]
7.Erste Liebe[108]
8.Eisgang[127]
9.Er ißt fremdes Brot[158]
10.Charakter und Schicksal[175]
11.Im Vorhof[187]
12.Unten und oben[210]
13.Der Arzt[247]
14.Vor dem Vorhang[261]
15.Wie er Aristokrat wird[272]
16.Hinter dem Vorhang[283]
17.Er wird Dichter[292]
18.Die Verbindung Runa[298]
19.In den Büchern und auf der Bühne[320]
20.„Zerrissen‟[329]
21.Der Schützling eines Königs[342]
22.Auflösung [356]

STRINDBERG 1862
dreizehnjährig

DER SOHN EINER MAGD