»Ich muß mit Ihnen sprechen, Gustav!« rief sie. »Hier geschieht so vieles im Hause, was ich nicht verstehe …«

»Setzen Sie sich, liebe Freundin, und sagen Sie mir, was Sie wissen.«

»Ja, ich weiß nichts Bestimmtes; aber oben auf dem Boden wohnt jemand, der sich nicht zeigt. Es wird ihm Essen hinaufgetragen, und die gnädige Frau geht dorthin …«

»Was sagen Sie?«

»Und unten im Flügel sind auch Gäste; die Mädchen antworten mir nicht und behandeln mich wie eine Feindin …«

»Was hat man vor? Was glauben Sie?«

Da begann das Fräulein zu weinen, und Gustav Borg, der den ganzen Zusammenhang ahnte, ging an den Schreibtisch, um zu telephonieren, was, wußte er selbst nicht; es war wohl ein Ausdruck der Sehnsucht, hinauszukommen.

Da wurde zweimal an die Tür geklopft, und auf dem Korridor erklangen Schritte.

Im nächsten Augenblick hatte Gustav Borg das Fenster geöffnet, um die Tiefe zu messen; aber im Schneelicht sah er zwei Männer, die er nicht kannte.