Das Klopfen an der Tür wurde wiederholt, und jetzt hörte man eine Stimme:
»Bitte aufmachen. Der Amtmann ist hier!«
Die beiden Eingeschlossenen erstarrten, als plötzlich das Telephon zu läuten begann. Von der Macht der Gewohnheit getrieben, ging Gustav Borg an den Apparat und rief hallo!
Da hörte man, wie ein Instrument ins Türschloß geschoben wurde; der Schlüssel auf der Innenseite wurde umgedreht, ins Zimmer gestoßen und die Tür geöffnet.
Draußen standen in einer Gruppe der Amtmann, Frau Brita, Doktor Henrik Borg und alle Dienstboten.
Als habe er diese Lösung erwartet, ging der auf frischer Tat ertappte Mann geradeswegs hinaus, die Treppen hinunter. Auf dem Flur zog er sich an, lief nach dem Stall, wo er sich Pferde und Schlitten geben ließ; befahl dann: nach Langvik! und fuhr davon, um ein Obdach zu suchen bei dem Sohn, der ihm immer ergeben gewesen war und für den er bedeutende Opfer gebracht hatte.
Zehntes Kapitel
Vorm Rat
Als Gustav Borg in Langvik ankam und den Sohn abwesend fand, war er zuerst verzagt, denn er liebte die Frau des Sohnes nicht und sah an ihrer Verlegenheit, daß er unwillkommen war, weil er Forderungen hatte und weil er der Schwiegervater war. Deshalb war ihr Gespräch sehr kurz, und er schloß sich im Fremdenzimmer ein.